Best of breed CAN device driver hitting mainline Linux Kernel 2.6.31

Geschrieben am 30. Juni 2009 in Controller Area Network, FOSS, Linux von giggls || Kommentare deaktiviert

Starting with the upcoming 2.6.31 Linux Kernel (already available as 2.6.31-rc1) a functional version of the socketcan device driver found its way into mainline.

While socketcan itself has been in mainline for quite a while, there where no drivers for actual real-world hardware. This has now changed and I will therefore be able to run a Kernel which is one step closer to mainline.

Unfortunately however some kind of unioning filesystem is still missing.

Anyway, back to Controller–area network!

Since I wrote my own CAN device driver as a character device a couple of years ago I started thinking about a CAN-bus driver beeing implemented as a Network device. I wrote my own driver in the first place, because I needed concurrent access which is (needless to say) also possible with socketcan.

Fortunately two guys at Volkswagen Research finally started doing exactly this. Thank you to the socketcan people for providing such a nice piece of software!

So here is a mini HOWTO for getting it up and running.

What you need:

  • A GNU/Linux machine
  • A decent Kernel (2.6.31-rc1 or higher)
  • git and subversion
  • A supported CAN-bus card. I’m using one sold by EMS Wünsche, but a lot of other SJA1000 based cards may also work.
  • The simple userland utilities from svn://svn.berlios.de/socketcan/trunk/can-utils
  • A decent Version of iproute2 (not yet available in current GNU/Linux distributions at the time of writing)

How to get it up and running:

First of all compile and boot a Kernel where all CAN-related support is enabled either as a module or build into the Kernel.
Afterwords check out the userland utilities from subversion (svn checkout svn://svn.berlios.de/socketcan/trunk/can-utils) and compile them by just typing make.
Same goes for iproute2 (git clone git://git.kernel.org/pub/scm/linux/kernel/git/shemminger/iproute2.git); just type make as well. Copy all the resulting binaries to an appropriate place (e.g. /usr/local/bin). Do not use make install at least in iproute2 sourcetree, because this will replace your systems ip command.

Now all you need to do ist to enable you can0 interface by means of the following command:

ip link set can0 up txqueuelen 1000 type can bitrate 1000000

Use another value than 1000000 for different bitrates.

The txqueuelen might not be needed in your case if you don’t have peak traffic like I do.

OK, that`s it! You can now connect your bus to some device and use candump for watching your raw CAN pakets on the bus.

For integration into Debian GNU/Linux you may use something like the following in /etc/network/interfaces for automatically starting up your can0 device on system boot:


--cut--
auto can0
iface can0 inet manual
# bitrate 1MBps
# increase TX queue length because of the pulsed nature of
# the traffic we generate
up /usr/local/bin/ip link set can0 up txqueuelen 1000 type can bitrate 1000000
down /sbin/ifconfig $IFACE down
--cut--

See Documentation/networking/can.txt inside your Kernel tree for further documentation.

Das Internet der CDU ist nicht das Internet das ich kenne

Geschrieben am 23. Juni 2009 in FOSS, Netzpolitik von giggls || Kommentare deaktiviert

Gestern Abend lief auf Phoenix im Rahmen der Sendung “Unter den Linden” ein Streitgespräch mit dem Titel “Unter Piraten – Wem gehört das geistige Eigentum?” zwischen Prof. Rupert Scholz (CDU) und Dirk Hillbrecht, dem Vorsitzenden der Piratenpartei.

Jetzt auf dem Weg zum Linuxtag nach Berlin hatte ich im ICE genug Zeit mir mal den Podcast davon anzusehen.

Im Großen und Ganzen hat sich der Herr Hillbrecht für einen Amateurpolitiker eigentlich recht gut geschlagen.

Die Äußerungen des Herrn Scholz hingegen waren gar nicht gut für meinen Blutdruck!

Deutlich wurde die Tatsache, dass es sich bei dem Begriff “geistiges Eigentum” um einen Propagandabegriff handelt durch die Aussage von Herrn Scholz, dass Urheberrecht, Patentrecht und Markenrecht ja im Kern das selbe wären und durch das Grundgesetz als Eigentum geschützt wären.

Wenn ich so etwas höre kommt mir ja echt die Galle hoch. Digitale Inhalte sind eben gerade kein Eigentum wie es das Grundgesetz (zu Recht!) unter Schutz stellt. Außerdem tut hier definitiv differenzierte Betrachtung Not. Hier hätte Herr Hillbrecht deutlicher widersprechen müssen!

Bei Strafrechtlern ist es offensichtlich wie bei Innenministern. Da ist die Verschiebung der subjektiven Wahrnehmung weg von der Freiheit hin zu Sicherheit und Repression offensichtlich qua Amt gegeben.

Schade, dass Freie Software kein Thema war, denn die ist zusammen mit Wikipedia und anderen Projekten wie Openstreetmap (in dem ich selbst aktiv bin) das Beste Beispiel dafür, dass das Netz eben nicht nur strafrechtlich relevante Dinge enthält. Ja, dass Kreativität sogar ganz gut ohne finanzielle Anreize funktioniert.

Die Zeit hat hier guten Artikel der aufzeigt wie rückwärts gewandt die Netzpolitik der CDU ist.

Auch das Thema Internetzensur wurde angesprochen und da gab es eine sehr interessante Argumentation von Herrn Scholz warum man Netzssperren unbedingt braucht: Internationales Strafrecht sei viel zu kompliziert um die Täter zu verfolgen!

Wie man daraus schlußfolgern kann, dass man also quasi als Alternative (höchstwahrscheinlich) verfassungswidrige Websperren braucht kann offensichtlich nur jemand nachvollziehen der das Netz nicht ansatzweise verstanden hat.

Wann kapieren solche Leute eigentlich endlich, dass die Welt längst flach geworden ist und dass es in Zukunft schlichtweg überhaupt keine Alternative zu einem besser funktionierenden internationalen Strafrecht geben wird?

Die Zeit in der wir uns in unserem Nationalstaat einigeln können ist doch (dank Internet) schon längst vorbei.

Wer meint mit Hilfe von Netzzensur die Zeit zurückdrehen zu können, der tut mir echt leid.

Was ich zum Schluß noch loswerden möchte. Wie kann man ein Medium wie das Internet immer noch als Neu bezeichnen, wo es doch selbst das Web schon seit 15 Jahren gibt.

Ich selber bin seit genau dieser Zeit dabei. Damals noch mit .public_html auf dem Hochschulrechner.

Lassen wir es nicht zu, dass uns alte Männer mit Kugelschreibern das Internet kaputt machen.

Effektiver Arbeiten auf der GNU bash

Geschrieben am 19. Juni 2009 in Linux, Tipp/hint von giggls || 3 Kommentare

Wer mich kennt weiß, dass ich immer noch einen für manche vergleichsweise archaischen Desktop benutze. Streng nach dem alten Motto: Das X-Window System ist dafür da, dass man mehrere Konsolen nebeneinander benutzen kann.

Langer Rede kurzer Sinn, die aktuelle Version 4.0.x der Linux Standardshell hat nun zwei nette neue features, die ich natürlich gleich in meine .bashrc eingebaut habe.

Unterm Strich erspart man sich das häufige tippen der Kommandos cd und ssh.

Findet der Rechner einen unbekannten Befehl wird geschaut ob es ein Verzeichnis mit passendem Namen gibt, wenn ja wird in dieses Verzeichnis gewechselt. Wenn Nein wird nachgeschaut ob es einen passenden Rechnernamen gibt und wenn das der Fall ist erfolgt ein Remote Login über ssh auf diesem Rechner.

Das ganze sieht so aus:

# Auto-cd feature
shopt -s autocd

function command_not_found_handle() {
    host=$(echo $1 |sed -e 's/^.*@//g')
    # wenn hostname in .ssh/config, dann ssh dorthin
    if grep -q "Host $host" $HOME/.ssh/config; then
      ssh $*
    else
      if ! getent hosts $host >/dev/null; then
        echo "bash: $*: Kommando nicht gefunden."
      else
        ssh $*
      fi
    fi
}

Das Abstimmungsverhalten der Grünen beim Zensursula Gesetz

Geschrieben am 19. Juni 2009 in Netzpolitik von giggls || 2 Kommentare

Ein Erklärungsversuch

15 Enthaltungen beim Zensursula Gesetz auf Seiten der Grünen haben mich nachdenklich gemacht ob ich mich da in den ganzen Diskussionen bisher wirklich für die richtige Partei eingesetzt habe.

Man kann viele Erklärungsversuche dafür haben, aber unterm Strich gibt es wohl bei den Grünen leider ebenfalls einen ganz großen Prozentsatz die das Problem nicht verstanden haben bzw. nicht verstehen wollen.

Ob das alles Altfeministen vom Schlage einer Alice Schwarzer waren?

Ich habe das mal versucht nachzuvollziehen. Bei den 15 Enthaltungen handelt es sich bei 73% um die
Stimmen von weiblichen Abgeordneten. OK, das ist natürlich etwas unfair das so pauschal zu vergleichen, denn logischerweise gehört nicht jede weibliche grüne Abgeordnete zu diesem Parteiflügel.

Unterm Strich ergibt sich da aber schon eine signifikante Abweichung zwischen weiblichem und männlichem Abstimmungsverhalten. Während sich nur 18% der männlichen Abgeordneten enthalten haben sind es bei den weiblichen Abgeordneten immerhin 38%.

Nun ja ich denke ich werde mir diese Partei mal näher anschauen müssen. Die Alice Schwarzer Sympatisanten sind ja leider traditionell bei manchen Dingen alles andere als liberal. Ich denke da nur an die Diskussion über das Kopftuchverbot vor einigen Jahren.

Meine Abgeordnete aus Karlsruhe Sylvia Kotting-Uhl ist auch bei den 15 Abgeodneten dabei. Und da war es wieder mein Vorurteil gegen Doppelnamen.

Die spinnen, diese EDV Branchenverbände

Geschrieben am 19. Juni 2009 in Netzpolitik von giggls || Kommentare deaktiviert

Bisher hatte ich ECO ja im Gegensatz zu BITKOM für vernünftig gehalten. Aber dass nun ausgerechnet die Brigitte “Browser? Was sind jetzt nochmal Browser?” den Preis der In­ter­net­po­li­ti­ke­rin des Jah­res 2009 bekommt, dazu fällt mir echt nichts mehr ein. Hallo liebe ECO Leute, diese Frau hat gerade eben aktiv dabei mitgeholfen das Sperrgesetz zu entwerfen, seit ihr jetzt völlig neben der Spur?

Sympathie zu merkwürdigen Zeitungen

Geschrieben am 18. Juni 2009 in Netzpolitik von giggls || Kommentare deaktiviert

Früher habe ich das Handelsblatt (natürlich ohne es zu lesen) für sowas wie ein Fachblatt für Banker, Neoliberale und Aktienspekulaten gehalten. Nun lese ich zumindest im Blog von Thomas Knüwer zum wiederholten Male sehr sinnvolle Dinge!

Die Frankfurter Rundschau hingegen hat einen Kommentar abgedruckt zu dem einem echt nix mehr einfällt. Es ist irgendwie doch so wie in diesem Blogartikel von 2007 geschreiben wurde. Alte Männer mit Kugelschreibern wollen das internet kaputt machen.

Freies Internet R.I.P.

Geschrieben am 18. Juni 2009 in Netzpolitik von giggls || 1 Kommentar

Heute ist kein guter Tag zum starten eines Weblog, aber die nachfolgend beschriebene Sache ist sehr wohl der Anlass dafür!

15 Jahre lang konnte ich es nun ohne technische Hilfmittel überall im Land geniesen, das unzensierte Internet mit all seinen offenen Strukturen, dass von machen Politikern immer noch das neue Medium genannt wird. Hallo liebe Politiker, selbst ich bin nun schon bei Version 2.0 angekommen.

Es kam wie es kommen musste. Eine Mehrheit unserer Bundestagsabgeordneten (der komplett beratungsresistente, im Netzjargon auch “merkbefreit” genannte Teil) hat ein Gesetz verabscheidet, was einmal mehr vor dem Verfassungsgericht landen wird und dort hoffentlich keinen Bestand haben wird. Ich werde eine solche Klage jedenfalls auch finanziell unterstützen. Vielleicht sollte einfach jeder der 130000 Petenten einen Euro spenden.

Falls dies nicht klappen sollte ist ganz klar die Verräterpartei schuld, die mit ihrem sogenannten Kompromiss dafür gesorgt hat, dass der Sache die eindeutige Verfassungswidrigkeit genommen wurde. Herzlichen Glückwunsch!

Liebe Genossen, euer Onlinewahlkampf dürfte sich hiermit erledigt haben. Ich hoffe dass keiner von uns eurer Partei bei der Bundestagswahl auch nur eine Stimme gibt!

Danke, dass Ihr in den vergangenen 4 Jahren so tatkräftig beim Abbau von Bürgerrechten mitgeholfen habt! Ich wünsche euch viel Erfolg bei eurem Projekt 18 und verbleibe mit einer Wahlempfehlung für eine der drei Oppositionsparteien, die heute allesamt ein sehr kompetentes Bild abgegeben haben. Schade dass der einzige kompetente Abgeordnete in eurer Fraktion an seiner eigenen Dummheit gescheitert ist…

Wer mich kennt wird wissen welche der drei Parteien ich selber wählen werde.

Ich muss nun leider hier im Netz versuchen die Leute davon abzubringen die Piratenpartei zu wählen, damit wir nicht weitere 4 Jahre eine solche bürgerrechtsfeindliche Koalition ertragen müssen.

Ach ja, zum Schluß noch ein Wort zu meinem heimischen Internetzugang. Natürlich wird der Netzwerkzugang über http://home.geggus.net bis auf weiteres weiterhin unzensiertes Internet anbieten können.

Ich muss noch nichtmal etwas umkonfigurieren, denn aufgrund sinnfreier Weiterleitungen ungültiger Domains auf Seiten meines Providers hatte ich schon vor längerer Zeit meinem eigenen DNS-Server so konfiguriert, dass er nicht mehr die Server meines Providers verwendet.

Falls jemand tatsächlich noch nicht mitbekommen haben sollte von was ich hier rede, dem sei der sehr gute CT-Artikel zum Thema empfohlen.